Diagnose

Zielsetzung
Das Diagnoseverfahren soll klären, ob ein behandlungsbedürftiger pathologischer PC/Internetgebrauch (sog. Computersucht) vorliegt. Dazu erfolgt die Abgrenzung von einem unauffälligen/altersentsprechenden oder problematischen/dysfunktionalen PC/Internetgebrauch. Gleichzeitig erfolgt eine differentialdiagnostische Abgrenzung von Formen des Internetglücksspielens oder anderer Störungsbilder, wie exzessive Online-Sexualität oder pathologisches Kaufen im Internet (Vorträge) . Die Diagnostik ist für erwachsene Personen ab dem 18. Lebensjahr ausgelegt. Im Einzelfall kann ein modifiziertes Diagnoseverfahren auch auf Heranwachsende ab dem 16. Lebensjahr angewandt werden.
 
 Rechtliche Grundlagen
Das neue Krankheitsbild des pathologischen PC/Internetgebrauchs (sog. Computersucht) wurde von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund sozialrechtlich als eigenständiges Störungsbild (J. Köhler, 2013: Sozialmedizinische Beurteilung von Verhaltensstörungen durch intensiven Gebrauch von Computer und Internet aus der Sicht der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund. Sucht Aktuell, 20(3), 37-39.) eingeordnet [Downlaod Ppt-Präsentation]. Das ggf. mehrstündige Diagnostikverfahren ist für den Auftraggeber kostenpflichtig. Eine mögliche Bezahlung richtet sich nach Art und Dauer der Diagnostik/Beratung. Es besteht kein Erstattungsanspruch gegenüber Kosten- und Leistungsträgern der gesetzlichen Krankenkassen oder Rentenversicherungsträger.
 
Diagnostik- und Beratungsangebot
Es erfolgt eine orientierende Vordiagnostik, die Erfassung der Entwicklungsgeschichte und die funktionelle Analyse des Problemverhaltens und ggf. eine umfassende Persönlichkeitsdiagnostik und die Diagnostik komorbider psychischer und körperlicher Begleiterkrankungen mit abschließender Diagnosestellung.
Das Verfahren beinhaltet die Aufklärung und Beratung der untersuchten Person (auch von Bezugspersonen) mit einer Empfehlung über Veränderungsmöglichkeiten und Beratung- und Behandlungsmaßnahmen (Hilfe), ggf. auch Vermittlung an andere Institutionen. Auf Wunsch wird ein Kurzbericht der untersuchten Person und nach Schweigepflichtentbindung auch einem dritten Auftraggeber ausgehändigt.
 
Träger
Das Verfahren wird in zehn AHG Einrichtungen in Bad Hersfeld, Berlin, Breuberg/Hessen, Daun, Düsseldorf, Koblenz, Köln, Lübeck, Neunkirchen/Saarland und Schwerin ambulant durch fachpsychologische und fachpsychiatrische Mitarbeiter durchgeführt. Die Ansprechpartner sind von Montag bis Donnerstag von 8 Uhr 30 bis um 16 Uhr 30 und am Freitag bis 15 Uhr erreichbar (Ansprechpartner).
 
Kooperationspartner
Das beschriebene Verfahren wird auch von den Condrobs Beratungsstellen in München durchgeführt (Ansprechpartner).
 

Beratungs-Hotline 01801-244-222 (Festnetz 3,9 ct./Min. - mobil max. 42 ct./Min. beratung@ahg.de